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Gigbericht

Ein Abend mit Freunden, man geht gemütlich um 21 Uhr los um sich eine Band anzusehen. Der Abend geht los und alle machen mit. Die Stimmung kocht über und alles ist Prima.

Gerade setzt der Lead Gitarrist zum Solo von "You Shook me all night long" an und einige versuchen sich auch am Duckwalk.







Der Abend wird immer besser und alle haben Spass.

Schöne Vorstellung, oder?

Aber kaum einer macht sich eine Vorstellung, was dies für uns als Band heisst und wie das alles überhaupt stattfinden kann.

Daher bewegen wir uns nun an diesem Tag gute 8 Stunden zurück und schauen LIMO mal über die Schulter, wie das denn überhaupt von statten geht.

Die Bilder sind auf verschiedenen Gigs entstanden. Aber sie spiegeln ganz gut wieder, wie das so geht.

"Behind the scenes" - Aka. Wie ein Gig funktioniert.

14:00 Uhr

Es beginnt wie bei vielen anderen Dingen auch damit, das jeder zuhause oder im Proberaum sein Equipment einpackt und schon werden die Autos gepackt.
Derweil hat Kai bei sich mal wieder die Setliste zusammengestellt und druckt sie für alle aus.

Der Abend soll ja ein Konzept haben. Danach ab in die Autos und los geht die Fahrt ins ungewisse.

16:00 Uhr

Beim Auftrittsort angekommen, heisst es mal wieder: Schleppen.
In Bestzeiten bedeutet das 4 Autos und 2 Anhänger auszuladen. Licht, Mischpult, Instrumente und nicht zuletzt das Drumset müssen irgendwie zum Gig kommen.

16:30 Uhr

Nun geht es auch schon ans Aufbauen.
Für Gewöhnlich haben wir alle einen festen Platz, wo wir auf der Bühne hingehören.
Also baut jeder zumindest schonmal seinen Kram auf und schaut das alles funktioniert.
Hier treten gern mal kleine Probleme auf.
Gerissene Saiten, leere Batterien und Kabel, die aus einem unbekannten Grund die Arbeit verweigern, waren alle schon dabei.

17:30 Uhr

Wenn jeder seinen Kram stehen hat, ist das nächste was ansteht, das verbinden des ganzen mit der PA. Unser Mischer will ja schließlich auch etwas zu tun haben.
Scheint ja auch Spass zu machen.

Das läuft für Gewöhnlich so, das jeder die Mikros und Leitungen legt, die er für die Abnahme braucht.

Bei Christians Drumset artet das auch ganz schnell mal in Arbeit aus, wenn man sämtliche Teile abmikrofonieren will.

17:35 Uhr

Diverse Bandmitglieder merken, das sie schneller aufbauen als andere. Daraus folgen wirklich sinnvolle Aktionen.

17:40 Uhr

Während der Mischer nun einige Zeit hat sich mit dem Drumset zu beschäftigen und der Drummer schön sein Set einpegelt, kann man auch andere Bandmitglieder bei der einen oder anderen sinnvollen Tätigkeit beobachten.

18:00 Uhr

Für den ungewöhnlichen Fall, das nun alles funktioniert, gehts nun für uns zum Soundcheck über.
Angefangen mit Christian am Drumset, wo man die nächsten Minuten ein monotones "BUM - BUM" von der Bassdrum hören wird, bis hin zu Lisas Gesang.

18:15 Uhr

Sollte dieser Teil irgendwann mal vorbei sein und tatsächlich das Drumset fertig eingemischt sein, gehts weiter mit Bass und Gitarren.

Natürlich muss auch alles entsprechend ausgeleuchtet sein.
Und jeder muss seinen Kram nochmal kontrollieren und einstellen.

18:25 Uhr

Im allgemeinen gehts nun weiter, indem wir einen oder mehrere Songs spielen, damit der Mischer hören kann ob alles zueinander passt.

Üblicherweise spielen wir hier "Mighty Quinn", da wir festgestellt haben, das sich dieser Song sehr gut dafür eignet.

Hier werden dann letzte Einstellungen vorgenommen, damit der Sound auch nach was klingt.

18:35 Uhr

Dann sollte es es eigentlich auch schon an den Monitormix gehen.
Auf großen Bühnen und Festzelten spielen wir sogenannte In-Ear Systeme.
Das sind grob ausgedrückt, Kopfhörer für uns damit wir uns und die anderen Musiker auch hören.
Auf kleinen Bühnen tuts eine Box, ein sogenannter "Stagemonitor".



18:45 Uhr

Das kann durchaus mal eine halbe Stunde dauern, wo immer wieder mal Änderungen vorgenommen werden.

Zwischenzeitlich werden immer mal wieder Änderungen an der Bühnendeko vorgenommen.

18:50 Uhr

So muss unser Banner aufgehängt werden und letzte Änderungen an der Lichtanlage gemacht werden.

So etwa sollte dann eine große Bühne aussehen.

19:00 Uhr

Danach heisst es: Warten, das es los geht.
Bei einem abendlichen Gig bedeutet das, das wir bis ca. 22 Uhr erstmal Zeit haben die wirklich sinnvollen Dinge des Abends zu erledigen.

Musiker können auf der Bühne genau 4 Dinge: Musik, Show, Stimmung und Unfug. Und nur letzteres tun sie für Gewöhnlich, ohne sich drei mal bitten zu lassen. Was nicht zwingend heisst, das wir zu nichts zu gebrauchen sind.
Im Gegenteil.

Zu einer nicht näher bekannten Zeit zwischen 19 und 22 Uhr

Um die Wartezeit zu überbrücken tun wir einfach, was wir am besten können: Unfug machen, Essen und Flüssigkeitshaushalt auffrischen.

Grober Unfug muss auch mal sein.

Darf man eventuell gratulieren?

22:00 Uhr

Sollte diese Odysee wirklich irgendwann durch sein, kann man uns dann normalerweise ab ca. 22 Uhr spielen hören und mit uns abrocken.

Gegen 2 Uhr früh

Natürlich muss nach der Musik der ganze Kram wieder abgebaut und eingeladen werden. Wenn sich andere nun an der Theke den Rest geben bedeutet das für uns: Zurück! Marsch, Marsch!
Alles abbauen und wieder in die Autos.

Wenn das alles relativ zügig geht und wir nach einigen blauen Schienbeinen von Gästen, an denen wir das Equip Richtung Auto vorbeiquetschen mussten, mit dem Abbauen fertig sind, schaffen wir es vielleicht doch einmal vor 4 Uhr Morgens zuhause zu sein.

Das kann alles ganz schön anstengend sein.

4:30 Morgens

Der Abend ist vorbei, es geht ins Bett. Nach dem Gig ist vor dem Gig.
Wir hoffen, das euch dieser kleine Einblick "hinter die Kulissen" geholfen hat, zu verstehen, was es bedeutet einen Auftritt zu bestreiten.





Denkt beim nächsten Mal einfach an uns und seid da, damit sich der ganze Aufwand auch gelohnt hat.:)

Eure Coverband LIMO

 
     

 
 
 
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